Wissen : KLIMAFORSCHUNG

Beim Forschungsprojekt „Caribic“ wird ein Container mit Messgeräten im Frachtraum eines Flugzeugs montiert, um Luftproben aus hohen Atmosphärenschichten zu analysieren. Der Einsatz des fliegenden Labors wird vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz koordiniert. Daran beteiligt sind mehr als zehn wissenschaftliche Einrichtungen aus sechs europäischen Ländern.

Der Vorteil gegenüber Forschungsflugzeugen ist die große Reichweite der Linienmaschine – immerhin einige Tausend Kilometer pro Flug – und dass die Strecken regelmäßig bedient werden. So entstehen vergleichbare Daten aus unterschiedlichen Zeiträumen. Nachteilig ist, dass die Maschine feste Routen fliegt und nicht nach den Wünschen der Forscher Extrarunden drehen kann.

Die Prozesse in der Atmosphäre können auch mithilfe von Ballonen erforscht werden, die aufsteigen und die Luft in unterschiedlichen Höhen analysieren. Sogar Luftschiffe sind für die Forscher interessant: Weil sie in Höhen von wenigen 100 Metern schweben und dort einige Stunden lang verweilen, lassen sich damit Daten sammeln, die Messwerte von Bodenstationen und hochfliegenden Flugzeugen ergänzen. nes

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