KMK-Präsident Tesch : Mehr Erzieher sollen studieren

Henry Tesch, neuer Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, will die Ausbildung von Kita-Personal verbessern.

Anja Kühne

Erzieherinnen und Erzieher in Deutschland sollen zunehmend akademisch ausgebildet werden. „Wir wollen die Besten für die Jüngsten“, erklärte der neue Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Henry Tesch, am Montag in Berlin. Er werde das Thema zu einem Schwerpunkt seiner Amtszeit machen. Der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg- Vorpommern (CDU) übernimmt die Präsidentschaft der KMK turnusgemäß für ein Jahr.

Allerdings gebe es schon deshalb „Widerstände“ bei den Ländern gegen eine Akademisierung von Erziehern, weil studiertes Personal mehr kostet. Für realistisch hält Tesch aber, dass zumindest die Leitung einer Kita oder auch die Leitung einer Kitagruppe in Zukunft studiert hat. Tesch wünscht sich Standards für Erzieherbildung ähnlich der, die die KMK für die Lehrerbildung beschlossen hat.

Einen weiteren Schwerpunkt seiner Amtszeit will Tesch beim Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte ohne Abitur setzen. Zwar können Berufstätige ohne Abitur schon jetzt studieren. Aber die Voraussetzungen sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. Von dem von Tesch für 2009 angestrebten KMK-Beschluss wäre deshalb eine Vereinheitlichung zu erwarten.

Tesch begrüßte, dass mit dem zweiten Konjunkturprogramm 6,5 Milliarden Euro in die Sanierung von Bildungseinrichtungen fließen. Das seien immerhin 65 Prozent des Investitionsprogramms.

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