Wissen : Knall im All

Kollision von zwei Asteroiden aufgespürt

Millionen Gesteinsbrocken kreisen im Asteroidengürtel zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter um die Sonne. Immer wieder kommt es vor, dass diese Brocken zusammenstoßen. Zigmal ist das schon passiert, besonders große Kollisionen verraten sich selbst Jahrmillionen später noch durch diffuse Staubbänder. Die Spuren kleiner Zusammenstöße verschwinden jedoch schnell oder werden in dem riesigen Asteroidengürtel einfach übersehen. Astronomen ist es jetzt gelungen, erstmals einen aktuellen Crash aufzuspüren. Sie berichten davon im Fachblatt „Nature“ (Band 467, Seiten 814 und 817).

Das Objekt „P/2010 A2“ wurde im Januar entdeckt, aufgrund seines Schweifs wurde es zunächst für einen Kometen gehalten. Genaue Beobachtungen zeigten aber, dass der Schwanz aus frischen Trümmern einer Kollision besteht. „P/2010 A2 und ein nur wenige Meter großer Miniplanetoid sind sozusagen erst gestern ineinandergerast“, sagt Colin Snodgrass vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau.

Mithilfe von Bildern der europäischen Sonde „Rosetta“ studierten die Forscher Form und zeitliche Entwicklung des Trümmerschweifs. Diese Daten nutzten sie für eine Computersimulation und errechneten als mutmaßlichen Unfallzeitpunkt den 10. Februar 2009, plusminus fünf Tage. nes

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