Wissen : Kohlendioxid soll unter dem Meer vergraben werden

Ein europäisches Forschungsprojekt unter deutscher Leitung zu den Risiken der umstrittenen Lagerung von klimaschädlichem Kohlendioxid im Meeresboden nimmt seine praktische Arbeit auf. „Wir bekommen Druck von allen Seiten, aus dem grünen Lager ebenso wie aus der Industrie“, sagte Projektleiter Klaus Wallmann, Geowissenschaftler am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel. Angesichts der Förderung durch die EU und anderer öffentlicher Mittel seien die Forscher aber unabhängig. Am 28. Mai wird eine erste von 20 geplanten Schiffsexpeditionen in Kiel starten. Erste Ziele sind eine Nordseeregion vor der ostfriesischen Insel Juist, wo natürliche Kohlendioxid-Lager existieren, und die Küste Norwegens, wo zwei küstennahe Speicher betrieben werden. Hintergrund ist der Schutz des Weltklimas. Um einen höheren Temperaturanstieg als zwei Grad zu vermeiden, soll das in Kohle- oder Erdgaskraftwerken anfallende Kohlendioxid abgeschieden und mit Schiffen oder per Pipeline als Flüssigkeit transportiert und unter der Erde verpresst werden. dpa

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