KOMA UND LÄHMUNG : Wenn das Gehirn versagt

Dafür, dass Menschen vorübergehend oder anhaltend das Bewusstsein verlieren, gibt es viele Ursachen, etwa Schlaganfälle, Entzündungen im Gehirn, Vergiftungen, Hirnverletzungen, Unterzuckerung und Herzstillstand.

Leichte Formen der Bewusstseinsstörung bezeichnen Ärzte als „Benommenheit“, die stärkere „Somnolenz“ ist ein schläfriger Zustand, aus dem man geweckt werden kann. Als Koma bezeichnen Mediziner die tiefste Form der Bewusstseinstrübung. Aus einem voll ausgeprägten Koma kann man auch durch starke Schmerzreize nicht geweckt werden.

Das „Wachkoma“ ist eine Form der Gehirnschädigung durch schwere Unfälle oder Sauerstoffmangel, bei der die Funktionen der Großhirnrinde dauerhaft ausgeschaltet sind. Trotzdem haben die Betroffenen oft die Augen geöffnet. Denn vom Stammhirn gesteuerte Funktionen wie Atmung und Tag-Nacht-Rhythmus sind vorhanden. Die Patienten erscheinen wach, sind aber bewusstlos. Im Unterschied dazu sind beim „Minimal Conscious State“ Teile des Bewusstseins erhalten.

Im Fall des „Künstlichen Komas“ wird der Zustand der Bewusstlosigkeit mit Narkose hergestellt.

Beim Locked-in-Syndrom sind die Betroffenen bei Bewusstsein, können sich aber nicht bewegen und allenfalls durch Augenbewegungen äußern. Ursache ist meist ein Infarkt im Hirnstamm. aml

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