Konjunkturpaket : Veggie-Mensa,Turnhallen und neue Klos

Wissenschaft und Forschung in Berlin können rund 143 Konjunktur-Millionen ausgeben. Die ersten sechs Projekte des Bund-Länder-Programms sind Mitte Januar abgeschlossen.

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Schön gesund. Die neue vegetarische Mensa der FU. -Foto: Studentenwerk Berlin

„Veggie No 1 – die Grüne Mensa“ heißt das neue Campusrestaurant der Freien Universität Berlin, das vor wenigen Tagen eröffnet wurde. Karotten-Ingwer-Suppe, Staudensellerie mit Kichererbsen oder Kohlrabi-Bratlinge können die Studierenden in den neu gestalteten Räumen der alten Mensa I in der Van’t-Hoff-Straße (Dahlem) essen. Deutschlands erste vegetarische Mensa lockt täglich hunderte Esser an – so belebt sie die Konjunktur doppelt. Denn die vom Studentenwerk betriebene Kantine wurde mit 500 000 Euro aus Mitteln des Konjunkturpakets II finanziert. Gleich nebenan wird die Jura-Bibliothek der FU für 1,2 Millionen Euro „energetisch saniert“ – sie bekommt ein neues Dach, neue Fenster und Fußböden.

Insgesamt können Wissenschaft und Forschung in Berlin rund 143 Konjunktur-Millionen ausgeben. Die ersten sechs Projekte des Bund-Länder-Programms sind Mitte Januar vollständig abgeschlossen, teilt die Senatsverwaltung mit. Modernisiert wurden vor allem IT-Systeme an Wissenschaftseinrichtungen, unter anderem erhielt die Charité eine neue energiesparende IT-Infrastruktur für 1500 Nutzer. Mit neuen Computern und Servern wurden jetzt auch das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik und das Max-Planck-Institut für molekulare Genetik ausgestattet. Bei weiteren 140 von insgesamt 153 Berliner Projekten im Wissenschaftsbereich habe die Umsetzung begonnen, von den Fördergeldern seien bislang 31,4 Millionen abgeflossen, heißt es. Jetzt ist Eile geboten: Bis Ende des Jahres muss das Geld ausgegeben sein.

Auch an der Humboldt-Universität geht es beim Konjunktprogramm um das Wohl der Studierenden. In den Lichthof im Westflügel des Hauptgebäudes Unter den Linden wird ein neues Servicecenter eingebaut – die Baukosten betragen 3,5 Millionen Euro. Der Hof wird mit einem Glasdach überwölbt und soll das Immatrikulationsamt und die Studienberatung aufnehmen. Zu den HU-Projekten gehört auch eine neue Dreifach-Turnhalle für den Unisport in der Hannoverschen Straße, die sechs Millionen Euro kostet.

An der Technischen Universität werden im großen Stil Fassaden saniert: die des Hauptgebäudes an der Straße des 17. Juni (Charlottenburg) und der Institute für Physik und Chemie. Und in mehreren Gebäuden werden die maroden Toilettenanlagen erneuert. Insgesamt verbaut die TU 20 Millionen Euro. Amory Burchard

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