Kritik an Rankings : Unis fühlen sich weltweit von Rankings überfordert

Neue Studie der European University Association (EUA): Unis kritisieren Verwaltungsaufwand für Ranglisten

Die wachsende Zahl von internationalen Rankings überfordert die Universitäten und setzt sie unter Druck. Das geht aus einer Studie der European University Association (EUA) über Hochschulrankings und ihren Einfluss („Global university rankings and their impact“) hervor, die am Freitag an der Universität Gent (Belgien) vorgestellt wurde. Ein Beispiel für die Ranking-Vermehrung sind die Folgen der Trennung der Anbieter Times Higher Education (THE) und Quacqarelli-Symmonds (QS) im Jahr 2010. THE bietet inzwischen mit einem anderen Partner das World University Ranking und das World Reputation Ranking an, QS hat vier eigene Produkte entwickelt, darunter auch eine Rangliste der „Best Student Cities“. Hochschulen sähen sich gezwungen, für all diese Rankings Daten bereitzustellen, was einen großen Verwaltungsaufwand bedeute, heißt es. Gleichzeitig gewönnen die Rankings an Einfluss auf politische Entscheidungsträger und damit auf staatliche Finanzzuweisungen. Kritisiert wird auch, dass die Ranglisten einseitig auf die Forschungsleistungen der Hochschulen ausgerichtet seien, wobei die Geistes- und Sozialwissenschaften nicht angemessen berücksichtigt würden. Die Qualität der Lehre werde in der Regel als Rankingkriterium vernachlässigt.

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