Ländervergleich des Bildungsmonitor 2014 : Sachsen vorn, Berlin hinten

Sachsen hat das leistungsstärkste Bildungssystem, Berlin das schwächste. So sieht die deutsche Bildungslandschaft aus Sicht der Wirtschaft aus.

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Dem Bildungsmonitor der arbeitgeberfinanzierten Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zufolge liegt Sachsen zum neunten Mal in Folge vorn, wie überhaupt wenig Bewegung herrscht. Es folgen wie im Jahr 2013 Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg. Berlin liegt wie gehabt ganz hinten, erneut gemeinsam mit Bremen, NRW und Brandenburg (hier die gesamte Rangliste).

Dass in dem Ranking wenig Bewegung herrscht, dürfte auch daran liegen, dass einige zugrunde liegende Daten nicht erneuert wurden. So werden die Bereiche Schulqualität, Bildungsarmut, Integration auf der Basis der Schulländervergleiche des Berliner Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) bewertet. Diese wurden 2011 bzw. 2012 durchgeführt. Dass Berlin dabei schwach abschnitt, hatte zu großen Diskussionen geführt.

Kritisiert wird Berlin für eine hohe Schulabbrecherquote (8,8 Prozent, Bund: 5,8, Stand 2012). Unter den ausländischen Schülern ist die Quote mit 12,6 Prozent noch höher, wobei sie sich aber binnen zehn Jahren halbiert hat. Auch brechen viele Azubis vorzeitig ab (38,4 Prozent, Bund: 27,1). Herausragend ist Berlin dagegen in der Forschung: Auch das ein Befund, der jedes Jahr wiederkehrt.

Für die Rangliste werden die Indikatoren zu einer Punktetabelle verrechnet. Etliche sind wirtschaftsnah: So erklärt sich eine Verbesserung des Saarlandes unter anderem dadurch, dass die Zahl der Studierenden in dualen Studiengängen um 1000 stieg. Hamburg punktet mit einer Stärkung des Fremdsprachenunterrichts an Berufsschulen. Insgesamt wollen die Autoren die Unterschiede nicht überbewertet wissen: Die ersten vier – zwischen 67 und 57 Punkten – bildeten eine „Ausreißergruppe“, heißt es. Der Rest – zwischen Hamburg (52 Punkte) und Berlin (41 Punkte) – sei „das breite Feld dahinter“.

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