Wissen : LANGER WEG INS ALL

13. Jahrhundert: Raketen erhalten ihren Schub durch ein Gas, das hinten aus einer Düse strömt. Es lässt sich durch die Verbrennung von Schwarzpulver erzeugen. Bereits im 13. Jahrhundert beschossen chinesische Soldaten feindliche Truppen mit solchen Raketen. Um 1920: Der russische Raketenpionier Konstantin Ziolkowski erkennt, dass die Ausströmgeschwindigkeit des Verbrennungsgases mit flüssigen Treibstoffen signifikant erhöht werden kann. Er hat bereits mehrstufige Raketen mit separaten Treibstofftanks und Triebwerken im Auge.

1942: Die erste große Rakete mit Flüssigkeitsantrieb, konstruiert von Wernher von Braun, steigt 85 Kilometer hoch auf. Von der deutschen Propaganda als „Vergeltungswaffen“ bezeichnet, schlagen bis Kriegsende 3000 V2-Raketen in London, Paris und Antwerpen ein. Bei der Raketenproduktion verlieren mehr als 10 000 KZ-Häftlinge ihr Leben.

1945: Die US-Armee verfrachtet die noch einsatzbereiten und halbfertigen V2-Raketen in die Staaten. Wernher von Braun und viele seiner Mitarbeiter arbeiten fortan in Amerika, einige von ihnen in Russland.

1957: Sowjetische Raketenkonstrukteure schießen den ersten künstlichen Satelliten „Sputnik“ ins All. In den USA beginnen fieberhafte Versuche, den Vorsprung wettzumachen.

1961: Als erster Mensch kreist Juri Gagarin in einer Raumkapsel um die Erde. Kurz darauf kündigt US-Präsident John F. Kennedy an, bis Ende des Jahrzehnts würden amerikanische Astronauten auf dem Mond landen.

1968: Erster bemannter Mondflug. Frank Bormann, James Lovell und William Anders umkreisen den Erdtrabanten und sehen als erste Menschen die Mondrückseite.

1969: Am 16. Juli starten von Florida aus Neil Armstrong, Edwin Aldrin und Michael Collins an der Spitze einer Saturn-V-Rakete ins All, die unter der Leitung Wernher von Brauns gebaut wurde. Fünf Tage später betritt Armstrong als erster Mensch den Mond. tdp

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