Lehrerausbildung : Lehrerverband kritisiert Länderhürden

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE), der rund 140.000 Pädagogen vertritt, übt heftige Kritik an der Uneinheitlichkeit der Lehrerausbildung.

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Die Kultusministerkonferenz habe „über Jahre die nötige Harmonisierung vor sich hergeschoben“, kritisiert Udo Beckmann, der Bundesvorsitzende des VBE. Mit Bachelor und Master werde ständig eine größere internationale Vergleichbarkeit beschworen. „Dies klingt aber in den Ohren von Lehramtsstudierenden wie Hohn“, erklärt Beckmann. Für Lehrer sei an den Landesgrenzen Schluss. Der Wechsel zwischen den Bundesländern werde zum „Hürdenlauf“, da es keine einheitliche Regeln dafür gebe. Das verschärfe auch den regionalen Lehrermangel.

Mit der Einführung von Bachelor und Master sei die Unübersichtlichkeit noch größer geworden. Der VBE kritisiert, vier Länder seien weiter beim Staatsexamen geblieben. Zudem bilde nur Baden-Württemberg alle Lehrer bis auf die Studienräte an Pädagogischen Hochschulen aus. Länder, darunter Berlin, würden einen „Master light“ anbieten: Ein Teil der nötigen Leistungspunkte werde nicht an der Uni, sondern erst im Referendariat erworben, kritisiert der VBE.

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