LEHRER WERDEN IN BERLIN : Was sich für Studierende ändert

In Berlin sind rund 7300 Studierende in Lehramtsstudiengängen eingeschrieben. An der Humboldt-Universität und an der Universität der Künste liegt der Anteil der Lehramtsstudierenden bei jeweils rund 13 Prozent, an der FU bei gut neun Prozent und an der TU bei knapp drei Prozent. Der Senat hat im Mai einen Gesetzentwurf zur Reform der Lehrerbildung vorgelegt. Ab dem Herbst 2014 soll sie greifen. Bislang gab es in Berlin sechs Lehrämter. Fortan soll es nur noch drei geben: das Lehramt an Grundschulen, das Lehramt an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasium und das Lehramt an beruflichen Schulen. Sonderpädagogik ist kein eigenes Lehramt mehr, sondern eine in allen Lehrämtern wählbare Spezialisierung des Studiums. Das Lehramt für Grundschulen ist neu. Bislang werden die so genannten L1-Lehrer zwar überwiegend in Grundschulen eingesetzt. Da sie neben Grundschulpädagogik (mit drei Lernbereichen für den Unterricht in den Klassen 1 bis 4) aber noch ein zweites Fach studieren, können sie bis zur zehnten Klasse unterrichten. Mit der Reform können sie nur noch bis zur sechsten Klasse unterrichten, Deutsch und Mathe werden im Studium gestärkt. Alle Lehramtsstudierenden studieren fortan so lange wie vorher nur die Studienräte, nämlich zehn Semester. Im Master entfallen die kurzen Unterrichtspraktika zugunsten eines Praxissemesters. Das Referendariat dauert für alle 18 Monate. akü

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