Wissen : Lücken bei Bachelor und Master

Berlin gehört zu den Ländern, in denen die Studienstruktur fast vollständig auf Bachelor und Master umgestellt wurde. Führend ist Niedersachsen mit einer Quote von 98,1 Prozent, gefolgt von Hamburg mit 97,4 Prozent, Berlin mit 96,4 und Brandenburg mit 96,2 Prozent. Schlusslichter sind das Saarland mit 66,5 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 67,5 Prozent. Insgesamt bieten die Hochschulen in diesem Wintersemester über 13 000 Bachelor- und Masterstudiengänge an, sieben Prozent mehr als im vorigen Semester, erklärte die Hochschulrektorenkonferenz am Montag. Das sind 85 Prozent des Studienangebots. 60 Prozent aller Studierenden seien in Bachelor- und Masterprogrammen eingeschrieben, unter den Neuimmatrikulierten sind es 78 Prozent.

Am weitesten mit der Umstellung sind die Sprach- und Kulturwissenschaften und die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, heißt es. Die rechtswissenschaftlichen Staatsexamensstudiengänge seien zwar nicht umgestellt, machten aber nur einen kleinen Teil der Fächergruppe aus. Das gelte auch für das Medizinstudium in der Fächergruppe Medizin/Gesundheitswissenschaften.

In der Lehrerbildung ist die Situation uneinheitlich. Abgeschlossen ist die Umstellung in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein. Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bieten lediglich Pilotversuche an. Das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern wollen bislang nicht umstellen.

Mecklenburg-Vorpommern hatte vor einem Jahr einen Vorstoß unternommen, das Diplom als Titel zu erhalten. Nach einer Novelle des Hochschulgesetzes kann der Diplomgrad auf Antrag auch für einen Masterabschluss an der Uni oder einen Bachelorabschluss an der FH verliehen werden. Der Akkreditierungsrat hatte dies jedoch im Juni für unzulässig erklärt. Das Land wolle an der Bestimmung festhalten, noch aber habe keine Hochschule einen Antrag gestellt, hieß es gestern. -ry

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