Wissen : Männer sterben doch nicht aus

Männer werden aller Voraussicht nach nicht aussterben. Das für sie typische Y-Chromosom geht einer Erbgutanalyse zufolge doch nicht langsam zugrunde – wie zuvor von einigen Experten vermutet. Tatsächlich habe es bei den Vorfahren des Menschen in den Millionen Jahren der Evolution mehrfach einen rapiden Genverlust auf dem Chromosom gegeben, schreiben US-Forscher im Fachblatt „Nature“. In den vergangenen 25 Millionen Jahren sei es aber zu keinem wesentlichen Schwund mehr gekommen.

Die Geschlechtschromosomen sind vor 200 bis 300 Millionen Jahren aus „normalen“ Chromosomen hervorgegangen. Fünf Mal kam es seitdem zu massiven Umbildungen des männlichen Y-Chromosoms, die mit einem Genverlust einhergingen. Es zeigte sich, dass es in den vergangenen 25 Millionen Jahren beim Menschen jedoch nur noch zu einem Genverlust in der Region kam, die zuletzt umgebildet wurde, dem Stratum 5. Diese Region macht nur drei Prozent der gesamten „männerspezifischen“ Region aus. dpa

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