Materialforschung : Physiker züchten Eiskristalle mit fünf Ecken

Ein Blick auf jede Schneeflocke zeigt: Wasser gefriert zu sechseckigen Kristallen. Wie deutsche und britische Physiker im Fachblatt „Nature Materials“ berichten, gelang es ihnen jetzt, auch fünfeckige Eiskristalle zu züchten.

„Diese Entdeckung führt zu einem völlig neuen Verständnis von Wasserstoffbrückenbindungen“, sagt Angelos Michaelides vom Fritz-Haber-Institut in Berlin-Dahlem. Die Forscher sprühten Wassertropfen auf eine reine Oberfläche aus Kupfer. Bei Temperaturen von unter minus 100 Grad Celsius verknüpften sich jeweils fünf Wassermoleküle zu stabilen Ringstrukturen.

Die Ursache für diese bisher unbekannte Struktur von Wassereis sehen die Physiker in der Oberflächenstruktur des Kupfers. Bevorzugen freie Wassermoleküle ein Gefrieren in symmetrischen sechseckigen Kristallen, ist auf der Metallfläche die Anordnung in Pentagonen energetisch günstiger. So können die Wassermoleküle in einen engeren Kontakt zu den Kupferatomen treten. wsa

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