Medizin : Erfolg bei der Suche nach Malaria-Impfung

US-Forscher haben bei der Suche nach einem Impfstoff für die gefährliche Tropenkrankheit Malaria offenbar einen Fortschritt erzielt.

Der an Kindern aus Kenia und Tansania getestete Stoff habe erstmals einen „bedeutenden Schutz“ vor der Infektion gezeigt, berichten die Autoren der Studie, die im Fachblatt „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde. Demnach konnten die Infektionsraten bei den Kindern um 53 bis 65 Prozent gesenkt werden.

In der Studie wurde unter anderem untersucht, ob der Malaria-Impfstoff RTS,S/AS02 die Immunreaktion auf andere Impfungen beeinträchtig, die Kinder im Alter von wenigen Wochen bekommen. Den Ergebnissen zufolge ist es möglich, RTS,S gemeinsam mit anderen Kinderimpfungen zu verabreichen, was die Lieferung in die betroffenen Gebiete erleichtert und kostengünstiger macht.

Malaria ist eine Krankheit, die durch die Anophelesmücke übertragen wird. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Die Krankheit äußert sich in heftigem Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen. Jährlich sterben rund eine Million Menschen an Malaria, die meisten davon in Afrika. AFP

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