Wissen : Mehr Brunnen erhöhen den Meeresspiegel

Weltweit steigt der Meeresspiegel um etwa drei Millimeter pro Jahr. Nicht nur abschmelzende Gletscher sowie die Wassererwärmung sind dafür verantwortlich. Auch die zunehmende Nutzung von Grundwasser trägt mit mehr als 13 Prozent dazu bei. Das berichtete Leonard Konikow vom Geologischen Dienst der USA auf einer Fachkonferenz in Prag.

„Das Ausmaß der weltweiten Grundwassernutzung liefert einen kleinen, aber nicht trivialen Beitrag zum Anstieg des Meeresspiegels“, sagte er. So pumpt die Menschheit seit 1900 immer mehr Wasser aus immer tieferen Brunnen. Zwar werden die Grundwasserspeicher durch das Versickern von Niederschlägen teilweise wieder aufgefüllt. Doch im Laufe der vergangenen 110 Jahre überstieg die Entnahme die Nachfüllrate um etwa 4500 Kubikkilometer Wasser, zeigt Konikows Analyse. Letztendlich gelangte diese Menge in die Ozeane und hob den Meeresspiegel um insgesamt 12,6 Millimeter. wsa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben