• „Mehr Geld für Brandenburgs Hochschulen“ Offener Brief an Landtag und Regierung übergeben

Wissen : „Mehr Geld für Brandenburgs Hochschulen“ Offener Brief an Landtag und Regierung übergeben

In einem offenen Brief an den Landtag und die Landesregierung Brandenburgs fordern die Hochschulen und die Bürgermeister der Städte, in denen sie angesiedelt sind, mehr Geld. Die Situation sei dramatisch, die unterfinanzierten Hochschulen könnten ihre Aufgaben nicht mehr uneingeschränkt wahrnehmen, heißt es. Damit die Hochschulen „leistungs- und zukunftsfähig“ blieben, bräuchten sie einen jährlichen Zuwachs von mindestens fünf Millionen Euro; in zehn Jahren soll der Betrag auf 50 Millionen pro Jahr wachsen. Den Brief übergaben die Unterzeichner am Donnerstag im Landtag.

Unterschrieben ist er unter anderem von den Präsidenten der Unis in Cottbus und Frankfurt (Oder), von der Präsidentin der FH Brandenburg sowie von einzelnen Professoren, Studierendenvertretern und Mitarbeitern der Hochschulen. Nicht dabei sind die FH Lausitz und die derzeit kommissarisch geleitete Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg.

Dass Brandenburg für seine Hochschulen pro Kopf der Bevölkerung bundesweit am wenigsten ausgibt, hatte im vergangenen Jahr auch schon die von der Landesregierung eingesetzte Hochschulstruktur-Kommission kritisiert. Sie empfahl zusätzliche Investitionen von 23 Millionen Euro. Präsidenten und Bürgermeister fordern jetzt einen Nachtragshaushalt, in dem die jährlichen Steigerungsschritte festgeschrieben werden. Zudem müsse sich das Land verpflichten, mindestens 55 000 Studienplätze auszufinanzieren; derzeit betreuten die Hochschulen 52 000 Studierende auf nur 30 000 ausfinanzierten Plätzen.

Die von Wisssenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos) angestrebte Fusion der BTU Cottbus mit der FH Lausitz wird in dem offenen Brief nicht angesprochen. Dazu besteht keine Einigkeit: Die BTU lehnt die Fusion vehement ab, die FH Lausitz hat zugestimmt. Allerdings verteidigen die Hochschulen „einen Mindestspielraum“, in dem sie ihre Profilbildung selber gestalten wollen. Dafür sei die „verfassungsrechtlich geschützte Hochschulautonomie“ elementar. -ry

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