Wissen : Mehr Geld für Forschung auch nach 2010

Die 16 Wissenschaftsminister der Länder und Bundeswissenschaftsministerin Annette Schavan haben sich auf der konstituierenden Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) darauf verständigt, den Pakt für Forschung und Innovation über das Jahr 2010 hinaus auszugestalten. Die Großorganisationen der deutschen Forschung haben in den Jahren 2006 bis 2010 eine Steigerung ihrer Zuschüsse um mindestens drei Prozent pro Jahr erhalten. Eckpunkte werden in Zukunft: die Entwicklung der Vernetzung im Wissenschaftssystem, die Etablierung nachhaltiger Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und die Entwicklung von Strategien der internationalen Zusammenarbeit.

Den Vorsitz in der GWK teilen sich Bundeswissenschaftsministerin Annette Schavan und Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner. Zöllner betonte, dass im Jahr 2008 wichtige Vorentscheidungen über eine Fortsetzung der Exzellenzinitiative der Universitäten und für den Hochschulpakt fielen. Bevorzugt möchte Zöllner die weitere Ausfinanzierung des Hochschulpakts verhandeln, mit dessen Hilfe Bund und Länder gemeinsam genügend Studienplätze für den bevorstehenden Studentenberg bis zum Jahr 2020 einrichten wollen.

In diesem Zusammenhang hat Schavan das Sekretariat der GWK beauftragt, bis zum Frühjahr einen Überblick über die Stipendiensituation in Deutschland zu erstellen. Besonders soll dabei der Beitrag der Wirtschaft untersucht werden. Schavan machte deutlich, dass sie ein verstärktes Engagement der Wirtschaft bei der Stipendienvergabe anstrebt. Ob am Ende ein Grundstipendium von 300 Euro im Monat für die Studenten herauskommen könnte, wie es der nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) vorgeschlagen hat, ließ Schavan offen. U.S.

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