Mehr Geld für Wissenschaft : Die Ministerpräsidenten beschließen ein großes Paket

Noch mehr Studienplätze mit dem Hochschulpakt, ein neuer Elitewettbewerb und mehr Geld für die Außeruniversitären

Anja Kühne

Die Ministerpräsidenten haben sich auf drei milliardenschwere Pakete für die Wissenschaft geeinigt. Für den Hochschulpakt, mit dem Bund und Länder seit dem Jahr 2007 hunderttausende Studienplätze schaffen, wurde die dritte und letzte Phase beschlossen, die im Jahr 2016 beginnt und im Jahr 2023 endet. Der Bund wird dafür 9,9 Milliarden Euro ausgeben, die Länder wollen 9,4 Milliarden Euro beisteuern. Für jeden Studienanfänger werden 26000 Euro veranschlagt.
Auch die Fortsetzung der Exzellenzinitiative der Universitäten wurde beschlossen – obwohl mehrere Länder skeptisch sind, weil ihre Hochschulen davon kaum oder gar nicht profitieren. Die Mittel für die aktuelle Exzellenzinitiative laufen noch bis 2017. Darüber, wie der neue Elitewettbewerb gestaltet sein soll, werden Bund und Länder ab dem kommenden Jahr ringen. Während manche Länder auf die reine Spitzenforschung zielen wollen, wünschen andere, dass die Hochschulen auch in der Fläche profitieren. Ferner stimmten die Länderchefs zu, dass die außeruniversitären Organisationen vom Jahr 2015 an jährlich einen dreiprozentigen Aufwuchs ihrer Mittel erhalten. Schon im Koalitionsvertrag war vereinbart worden, dass der Bund die Kosten dafür alleine trägt, obwohl die Institute sonst von Bund und Ländern finanziert werden. Die drei Pakte waren bereits am 30. Oktober von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern beschlossen worden.

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