Menschenaffen : In weiten Schwüngen durch den Urwald

Gibbons gehören zu den Kleinen Menschenaffen und leben in Südostasien. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Nordostindindien über Südchina, die Maliische Halbinsel bis zu den indonesischen Inseln Borneo und Java. Die bis zu einen Meter großen Tiere leben vor allem in Regenwäldern. Auffallend ist, dass ihre vorderen Gliedmaßen wesentlich länger als die hinteren sind. Das ermöglicht ihnen die im Tierreich einmalige Fortbewegungsform des Schwinghangelns. Mit einem einzigen Schwung können sie bis zu drei Meter zurücklegen. Ihr Daumen wurzelt nahe dem Handgelenk und ermöglicht so einen sicheren Griff um die Äste.

Einige Arten haben einen Kehlsack, der ihnen als Resonanzkörper beim Ausstoßen ihrer lauten Schreie dient.

Gibbons leben monogam, eine feste Paarungssaison gibt es wahrscheinlich nicht. Das Revier eines Paares ist zwischen 25 und 50 Hektar groß. Etwa alle zwei bis drei Jahre bringen die Weibchen ein Jungtier zur Welt. In freier Wildbahn werden die Langarmaffen etwa 25 Jahre alt.

Auch wenn Gibbons der Familie der Menschaffen angehören – das Interesse von Naturschützern sowie von Wissenschaftlern konzentriert sich eher auf ihre Schwestergruppe, die Großen Menschenaffen. Dazu gehören Schimpansen, Orang-Utans, Gorillas und Bonobos. Diese Präferenz macht es schwieriger, Gibbons effektiv zu schützen.

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