Wenn ein Meteor die Erde trifft

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Meteoriten-Einschlag vor 66 Millionen Jahren : Und dann kam die Kälte
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Neben den gravierenden Klimaveränderungen löste der Asteroiden-Einschlag vor 66 Millionen Jahren vermutlich auch Erdbeben aus – mit Stärken von 12 oder 13. Das bisher stärkste gemessene Erdbeben 1960 in Chile erreichte nur 9,5. Riesige Tsunamis verwüsteten die Küsten. Die Temperaturen im Karibik-Raum stiegen unmittelbar nach dem Einschlag schlagartig auf hunderte Grad Celsius. Die Hitze entzündete Waldbrände, die im weiten Umkreis die Vegetation zerstörten. Eine Katastrophe dieses Ausmaßes trifft die Erde vielleicht einmal in 100 Millionen Jahren.

Etwas häufiger sind Einschläge von kosmischen Boliden, die Durchmesser von rund einem Kilometer haben und vermutlich alle Million Jahre die Erde treffen. Ein solcher Einschlag verwüstete vor 14,6 Millionen Jahren eine Region im heutigen Süddeutschland, die heute „Nördlinger Ries“ heißt. Damals schlug ein Brocken mit rund einem Kilometer Durchmesser einen Krater. In Sekunden verdampften große Mengen Gestein und eine Glut- und Druckwelle mit Windgeschwindigkeiten von 600 Kilometern in der Stunde tötete im Umkreis von 100 Kilometern vermutlich alle Säugetiere und die meisten Pflanzen.

Auch verwüstete Meere könnten Folge solcher gewaltigen Einschläge sein. So rechneten Computermodelle aus, dass der Einschlag des Zehn-Kilometer-Meteoriten vor 66 Millionen Jahren nicht nur Lufttemperaturen, sondern auch Wassertemperaturen senkte. Die obersten Wasserschichten in den Meeren kühlten von 21 auf sechs Grad Celsius ab.

Das kältere Wasser sank und ließ das Tiefenwasser aufsteigen. Das transportierte Nährstoffe zur Oberfläche und löste eine gigantische Algenblüte aus, die das Leben im Meer in Mitleidenschaft zog.

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