Mietpreise : Für Studenten in Berlin wird Wohnen zum Luxus

Mehr Jobben für das Dach über dem Kopf: Die Warmmieten, die Studierende in Berlin zahlen müssten, gehören im Verhältnis zu den Stundenlöhnen mittlerweile zu den höchsten in Deutschland.

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Der studentische Wohnungsmarkt in Berlin ist einer der teuersten in Deutschland.
Der studentische Wohnungsmarkt in Berlin ist einer der teuersten in Deutschland.Foto: dpa

Der studentische Wohnungsmarkt in Berlin ist einer der teuersten in Deutschland. Nur in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern müssen Studierende mehr Arbeitszeit investieren, um die monatliche Warmmiete aufzubringen. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des studentischen Zeitarbeitsvermittlers Studitemps und der Universität Maastricht hervor. Bayern liegt demnach bundesweit auf dem vierten Platz, am günstigsten ist das Verhältnis von Warmmiete und Arbeitszeit in Thüringen, Sachsen und Niedersachsen. Befragt wurden im März 2013 bundesweit knapp 19 000 Studierende, berücksichtigt wurden diejenigen, die Miete zahlen und neben dem Studium jobben, heißt es.

In der Rangliste werden der durchschnittliche Stundenlohn, die Warmmiete und die monatliche Arbeitszeit abgebildet, die Studierende leisten müssen, um ihre Miete zu verdienen. Mit einem durchschnittlichen studentischen Verdienst von 9,24 Euro liegt Berlin bundesweit auf dem fünften Platz, mit 330 Euro zahlen Berliner Studierende nach Hamburgern und Bayern die dritthöchste Warmmiete. Um sie aufzubringen, müssen Studenten in der Hauptstadt 35,71 Stunden im Monat jobben.

In Mecklenburg-Vorpommern, wo der Stundenlohn bei 8,04 Euro liegt, und die Warmmiete bei 288 Euro, sind es 35,82 Stunden, in Hamburg 38,57 und in Bayern 35,07 Stunden. In Thüringen, dem günstigsten Land, müssen die Studierenden für die durchschnittliche Warmmiete von 248 Euro 30,39 Stunden jobben, der Stundenlohn liegt bei 8,16 Euro.

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