Wissen : Migrationsmuseum sucht Einwanderer

Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven sucht Familiengeschichten von Einwanderern. In einem Anbau will das vor sechs Jahren eröffnete Museum ab dem Frühjahr 2012 auch Lebenswege von Migrantengruppen darstellen, die in den vergangenen 300 Jahren nach Deutschland eingewandert sind. Bislang dokumentiert das Haus, das als Erlebnismuseum konzipiert ist, die Lebenswege von Menschen, die zwischen 1830 und 1974 vor allem in die USA ausgewandert sind.

Gesucht werden derzeit insbesondere Biografien und Erinnerungsstücke von Zuwanderern aus Polen, die seit 1919 die ehemaligen preußischen Gebiete Posen, Westpreußen und Oberschlesien verließen und sich in der Weimarer Republik ansiedelten, sagt Direktorin Simone Eick. In der neuen Dauerausstellung sollen auch Aus- und Einwanderungspapiere, Briefe, Tagebücher oder Fotos gezeigt werden. Potenzielle Spender sollten die wichtigsten Stationen der Familiengeschichte von der ersten Einwanderergeneration bis zu den heute lebenden Nachfahren auf maximal zwei DIN-A4-Seiten skizzieren. Das Museum bittet auch um eine Liste der Originaldokumente und -gegenstände, die dem Museum zur Verfügung gestellt werden könnten (Adresse: Deutsches Auswandererhaus, Stichwort: Einwanderer gesucht; Columbusstraße 65, 27568 Bremerhaven; per E-Mail an: wissenschaft@dah-bremerhaven.de). -ry

Informationen im Internet:

www.dah-bremerhaven.de

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