Wissen : Mondwasser durch Sonnenwind

Die Mondoberfläche ist nicht ganz so staubtrocken wie gedacht: In Bodenproben aus dem „Apollo“-Programm haben Forscher Spuren von Wasser gefunden. Der Hauch von Feuchtigkeit ist offensichtlich ein Produkt des Teilchenregens von der Sonne, wie die Gruppe um Yang Liu von der US-Universität von Tennessee in Knoxville im Fachblatt „Nature Geoscience“ berichtet. Raumsonden hatten auf dem Mond bereits Hinweise auf Wasser entdeckt, im Mondboden selbst war es noch nicht nachgewiesen worden. Die Forscher analysierten Bodenproben aus den Maren und dem Hochland des Mondes, die mit den „Apollo“-Missionen 11, 16 und 17 der US-Raumfahrtbehörde Nasa auf die Erde zurückgekehrt waren. Der Boden enthält verglaste Fragmente, Agglutinate. Sie sind durch das Schmelzen des Bodens bei Meteoriteneinschlägen entstanden. In ihnen ist die chemische Zusammensetzung besonders gut eingefroren. Dort fanden die Forscher 200 bis 300 Teile Wasser pro einer Million Teile Boden (200 bis 300 ppm). dpa

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