Wissen : Moossporen fliegen auf Wirbelkissen

Torfmoose schießen ihre Sporen in die Luft, damit diese vom Wind verbreitet werden. Die nötige „Flughöhe“ erzielen die Pflanzen mit einem aerodynamischen Trick, haben amerikanische Forscher entdeckt. Wenn das Sporenbehältnis aufreißt, erzeugt es einen Ring aus Luftwirbeln, der die Sporen emporträgt. Ohne die Wirbel würden die Sporen durch den Luftwiderstand abgebremst und nur einige Millimeter hoch kommen, schätzen Dwight Whitaker und Joan Edwards. Das Wirbelkissen trägt sie jedoch in Höhen von mehr als zehn Zentimetern und damit in den Bereich turbulenter Luftströmung, schreiben sie im Fachblatt „Science“.

Torfmoose bedecken schätzungsweise ein Prozent der Erdoberfläche. Sie bilden ihre Sporen in einer Kapsel, deren Wand allmählich austrocknet und sich zusammenzieht. Als Folge steigt der Druck in der Kapsel auf ein Mehrfaches des Atmosphärendrucks. Schließlich reißt die Kapsel an einer Sollbruchstelle auf und verschießt ihren Inhalt. JKM

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