MUTATIONEN : Impfung wirkt auch bei verändertem Virus

In Norwegen und Großbritannien haben Ärzte verschiedene mutierte Schweinegrippe-Viren nachgewiesen. In beiden Fällen gehen die Mediziner aber nicht von einem höheren Gefahrenpotenzial aus. Der Erreger ist den Angaben zufolge nicht aggressiver als andere Grippeviren. In Norwegen gehen die Behörden nach der Untersuchung 70 weiterer Erkrankter davon aus, dass sich das veränderte Virus derzeit nicht verbreitet: Bei ihnen fand sich der veränderte Erreger nicht. Die bisher üblichen Medikamente helfen auch gegen die mutierten Viren aus Norwegen, teile die WHO am Freitagabend in Genf mit. Auch die vorhandenen Impfstoffe schützten vor den nun entdeckten H1N1-Viren. Die WHO ergänzte, dass die gleiche Mutation zuvor bereits in Brasilien, China, Japan, Mexiko, der Ukraine und den USA nachgewiesen wurde. Die Mutation ändere nichts an der Behandlung des Virus oder einer Immunisierung dagegen, sagte auch der französische Virologe Bruno Lina am Sonnabend. Eine Veränderung des Erregers sei erwartet worden und werde wieder vorkommen, sagte Lina, der das französische Zentrum zur Beobachtung von Grippeerkrankungen leitet. Der in Frankreich zuständige Regierungsbeauftragte Didier Houssin wies darauf hin, dass Zusatzstoffe in den Impfstoffen eine breitere Wirksamkeit garantierten. Auch aus den USA kam nach den jüngsten Mutationsmeldungen Entwarnung. dpa/AFP

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