Nachbearbeitet : Filme mit mehr Tiefe

Für den 3D-Genuss ist neben der Abbildungstechnik vor allem eines nötig: entsprechende Filme. Mithilfe von Spezialprogrammen kann für herkömmlich gedrehte Streifen die dritte Dimension hinzugefügt werden. Dazu sucht die Software nach markanten Punkten im Bild, etwa Fensterrahmen oder Nasenspitzen, und bestimmt deren räumliche Koordinaten. Anschließend wird entsprechend der vorhandenen Bildinformationen die zweite Ansicht berechnet. „Das geht inzwischen für fast alle Arten von Filmszenen“, sagt Sebastian Knorr von der TU Berlin, der sich auf die 3D-Konvertierung spezialisiert und die Firma „Imcube“ gegründet hat. Schwierig sei es, wenn Wasser durch die Gegend spritzt oder bei Transparenzen wie Nebel oder Schneefall.

„Im Moment werden eher aktuell gedrehte Filme konvertiert als älteres Archivmaterial“, berichtet er. Gerade bei Außenaufnahmen sei das billiger. Mit einer umfassenden Bearbeitung älterer Filme rechnet Knorr erst, wenn 3D-Fernseher den Massenmarkt erobern. nes

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