NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Beta-Blocker können Ausbreitung von Brustkrebs vermindern

Beta-Blocker können möglicherweise die Bildung von Metastasen bei Brustkrebs vermindern. Das berichten Forscher um Desmond Powe von der Universität Nottingham auf der Europäischen Brustkrebskonferenz in Barcelona. Sie analysierten die Krankheitsdaten von 466 Patientinnen mit verschiedenen Arten von Brustkrebs. 43 von ihnen erhielten Beta-Blocker gegen Bluthochdruck. Die anderen Frauen nahmen entweder andere Medikamente gegen Bluthochdruck oder litten nicht daran und nahmen daher auch keine Medikamente dagegen ein. Die Frauen, die Beta-Blocker erhielten, hatten der Studie zufolge ein um 71 Prozent reduziertes Risiko, an Brustkrebs zu sterben. Es seien deutlich weniger Metastasen aufgetreten und der Krebs sei nach der Behandlung nicht so häufig wiedergekommen.dpa

Domestizierte Meerschweinchen haben kleineres Gehirn

Hausmeerschweinchen haben ein deutlich kleineres Gehirn als ihre wilden Verwandten. Auf ihre geistigen Fähigkeiten scheint sich das jedoch nicht negativ auszuwirken, berichten Verhaltensforscher von der Universität Münster. Bei ihren Tests schnitten domestizierte Meerschweinchen sogar etwas besser ab als ihre Vettern aus der Wildnis. Meerschweinchen wurden vor mindestens 4500 Jahren in Südamerika domestiziert. Bei heutigen Hausmeerschweinchen sei das Gehirn um rund ein Siebtel kleiner als bei dem wilden Gemeinen Meerschweinchen, schreiben Lars Lewejohann und sein Team im Fachblatt „Frontiers in Zoology“. Bei den Versuchen sollten die Tiere in einem Wasserbecken Plattformen aus Acrylglas finden. Hausmeerschweinchen schwammen zwar etwas langsamer als ihre wilden Vettern, lernten aber rascher, die Plattform zu finden. JKM

Gewaltiger Hangrutsch im Atlantik ohne erkennbaren Auslöser

Auf Spuren eines gewaltigen Hangrutsches vor der afrikanischen Küste sind deutsche Meeresforscher gestoßen. Er fand vor etwa 2000 Jahren statt und hatte zumindest für Tiefseelebewesen, vielleicht aber auch für Menschen auf den nahen Kanaren katastrophale Folgen. Die Schuttmassen bewegten sich bis zu 900 Kilometer weit über den Meeresboden. „Die Theorie besagt, dass größere Rutschungen an einem solchen Kontinentalhang immer mit deutlichen Klima- und Meeresspiegelschwankungen zusammenhängen“, sagt Sebastian Krastel vom Ifm-Geomar in Kiel. Das treffe in diesem Fall aber nicht zu. Die Eiszeit war längst beendet, Klima und Meeresspiegel relativ stabil. Die Entdeckung könnte Konsequenzen für die Risikoabschätzung für Bohrinseln, Pipelines und Seekabel haben, sagt Krastel. Möglicherweise seien solche Anlagen stärker gefährdet als bisher gedacht. JKM

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben