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Keine Gebühr für Studenten,

die sich in Gremien engagieren

Studierende, die sich in Hochschulgremien engagieren, müssen nicht die vollen Studiengebühren zahlen. Das entschied jetzt das Oberverwaltungsgericht Hamburg (AZ: 3 bf 70/09). Die Universität Hamburg muss über den Antrag eines Studenten neu entscheiden, der einen Gebührenerlass gefordert hatte. Der Kläger studierte Volkswirtschaftslehre, machte Gremienarbeit und war studentische Hilfskraft. Er könne nur in Teilzeit studieren und wolle deshalb nicht die volle Gebühr zahlen, hatte der Student argumentiert. Das Verwaltungsgericht Hamburg hatte in erster Instanz der Uni recht gegeben, die keinen Nachlass gewährte. Auch das OVG lehnte einen Erlass für Teilzeitstudenten ab, stellte aber fest, dass die volle Gebühr für in Unigremien engagierte Studierende eine „unbillige Härte“ sei. Gleichzeitig betonte das OVG, Studiengebühren seien mit dem Grundgesetz vereinbar. -ry

Katholische Hochschulgemeinden kritisieren Stipendienprogramm

Die katholischen Hochschulgemeinden sehen dem nationalen Stipendienprogramm der Bundesregierung mit Skepsis entgegen. Problematisch seien vor allem die regionalen und fachlichen Verzerrungen in der Verteilung der Fördermittel, erklärte das Forum Hochschule und Kirche jetzt in Bonn. Zudem seien wegen der hohen Kosten des Stipendienprogramms von bis zu 150 Millionen Euro Kürzungen an anderen Förderungsprogrammen im Kulturrat zu befürchten. Erforderlich seien flächendeckende Programme, um Schüler aus einkommensschwachen Schichten zum Studium zu ermutigen. Das Forum rät dazu, zunächst Erfahrungsberichte aus dem Pilotland Nordrhein-Westfalen abzuwarten und warnt vor „übereiltem Aktionismus“. Das nationale Stipendienprogramm soll im Oktober starten und bis zu acht Prozent der Studierenden in Deutschland fördern. Das Programm soll in dieser Woche im Kabinett der Bundesregierung verabschiedet werden. KNA

Experten diskutieren über Universitäten

„Welche Universitäten wollen wir?“ lautet das Thema des großen Bildungskongresses, den die Tagesszeitung „Taz“ am kommenden Sonnabend, den 24. April, im Berliner Haus der Kulturen der Welt veranstaltet. Zwischen 9 und 19 Uhr diskutieren Wissenschaftler, Studierende, Politiker und Journalisten, darunter der Philosoph Julian Nida-Rümelin (9 Uhr 15), Bundeswissenschaftsministerin Schavan und Konrad Schily, Gründer der Universität Witten-Herdecke (11 Uhr). Den Abschlussvortrag hält die Historikerin Ute Frevert (18 Uhr). Besucher können selbst entscheiden, ob sie 15, 30 oder 60 Euro für eine Karte zahlen möchten. Tsp

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