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Bildungsminister beschließen Wettbewerb für Hochschullehre

Die Bildungsminister von Bund und Ländern haben für den von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) initiierten Wettbewerb in der Hochschullehre am Freitag grünes Licht gegeben. In den kommenden zehn Jahren will der Bund insgesamt zwei Milliarden Euro für den von Schavan als „dritte Säule“ des Hochschulpakts bezeichneten Wettbewerb ausgeben. Im Jahr 2011 sollen demnach bis zu 140 Millionen Euro fließen, im Jahr 2012 bis zu 175 Millionen, wie es in dem Entwurf heißt. Hochschulen können sich um zusätzliches Geld für Maßnahmen in der Lehre bewerben. Zehn Prozent der eingeworbenen Mittel müssen sie aus ihrem eigenen Etat zuschießen, solange das Sitzland nicht zusätzliche Mittel bereit stellt.

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) beschloss einen Kompromiss. Er soll sicherstellen, dass zwar das vom Bund gewünschte Wettbewerbsprinzip zum Tragen kommt, gleichzeitig aber Hochschulen aller Länder von der Förderung profitieren.

Die GWK hat laut Schavan, die dem Gremium vorsitzt, zudem eine Arbeitsgruppe aus Staatssekretären gebeten, gemeinsam mit Vertretern der Hochschulen bis Oktober 2010 zu prüfen, ob die für die Abwicklung des Wettbewerbs geplante „Akademie für Studium und Lehre“ nachhaltige Beiträge zur Verbesserung der Qualität von Lehre und Studium leisten kann. Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder sollen den GWK-Beschluss bei ihrem Treffen am 10. Juni billigen. akü



Expertenkommission soll Zukunft der Lausitzer Hochschulen ausloten

Eine von Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) eingesetzte Expertenkommission soll sich mit der Zukunft der Lausitzer Hochschulen beschäftigen. Hintergrund sei die in den nächsten Jahren dramatisch zurückgehende Zahl von Abiturienten in der Region, sagte die Ministerin am Donnerstag in Potsdam. Ziel sei es, die Profile der Hochschulen weiter zu schärfen und die überregionale Anziehungskraft zu erhöhen, um im Kampf um die klügsten Köpfe wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Kommission werde daher Empfehlungen zur Weiterentwicklung erarbeiten, hieß es. Mit Ergebnissen wird laut Ministerium frühestens Ende 2011 gerechnet. Geleitet wird das Gremium vom Vorsitzenden des Landeshochschulrats, Rolf Emmermann. In der Lausitz gibt es zwei Hochschulen: die Brandenburgische Technische Universität in Cottbus (BTU) und die Hochschule Lausitz (FH) mit Standorten in Cottbus und Senftenberg. Im Wintersemester 2009/2010 waren an der BTU 6475 Studenten eingeschrieben, an der Hochschule Lausitz insgesamt 3462. ddp

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