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Kabinett beschließt Bildungslotsen

Mit dem Einsatz von über 3000 Bildungslotsen will der Bund lerngefährdeten Jugendlichen beim Einstieg in eine Berufsausbildung helfen. Das Programm hat das Kabinett am Mittwoch auf Vorschlag von Bildungsministerin Schavan und Arbeitsministerin von der Leyen beschlossen. Als Bildungslotsen sollen Sozialarbeiter und Senior-Experten eingesetzt werden. Sie sollen Jugendliche ab der 7. Klasse betreuen und Kontakte zu Betrieben vermitteln. Nach den bisherigen Planungen will der Bund dafür bis 2018 rund 775 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Geld kommt auch von der Bundesagentur für Arbeit. Am Dienstag war bekannt geworden, dass dem neuen nationalen Bildungsbericht zufolge 17 Prozent der 20- bis 30-Jährigen keinen Berufsabschluss haben und sich auch nicht mehr in Bildungsmaßnahmen befinden. Besonders betroffen sind Menschen mit Migrationshintergrund, von denen über 30 Prozent ohne Berufsabschluss sind. Kritik an den Bildungslotsen kam aus der Opposition. Es handle sich um „Kosmetik an einem gescheiterten Bildungssystem“, erklärte Rosemarie Hein von der Linken im Bundestag. dpa/Tsp

Unimediziner gegen Aus für Lübeck

Pläne, die Medizinische Fakultät der Uni Lübeck zu schließen, seien „wissenschaftlich, ökonomisch und strukturpolitisch verfehlt“, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Hochschulmedizin. Die Lübecker Medizin sei hoch angesehen, die Universität größter Arbeitgeber in der Region. Wegen des Ärztemangels auf dem Land müssten mehr Mediziner ausgebildet werden. Die AG Hochschulmedizin wird unter anderem vom Hochschulverband und von der Bundesärztekammer getragen. Tsp

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