NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Abholzung der Regenwälder

erhöht Malaria-Risiko



Durch die Abholzung der Regenwälder erhöht sich einer Studie zufolge das Malaria-Risiko in den betroffenen Gebieten deutlich. Die am Mittwoch veröffentlichte Studie von US-Wissenschaftlern der Universität von Wisconsin zeigt für die brasilianische Amazonasregion einen Anstieg der Malaria-Erkrankungen um bis zu 50 Prozent. Das Ausmaß der Rodungen wurde dabei mit Satellitenfotos festgestellt und in Zusammenhang mit Malaria-Infektionen in 54 brasilianischen Gesundheitsbezirken gebracht. „Vermutlich ist Entwaldung einer der auslösenden ökologischen Faktoren für eine Malaria-Epidemie“, sagte Sarah Olson, Koautorin der Studie. Der in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift „CDC Journal“ veröffentlichten Untersuchung zufolge schafft die Urwaldrodung gute Bedingungen für eine Verbreitung der Anophelesmücke, die Malaria-Erreger auf Menschen überträgt. „Die entwaldete Landschaft mit offenen Flächen und teils sonnenbeschienenen Tümpeln ist offenbar der ideale Lebensraum für die Mücke“, sagte Olson. Ein Rückgang des Regenwaldes um vier Prozent hatte einen Anstieg des Malaria-Infektionen um 48 Prozent zur Folge. Die Forscher untersuchten einen Streifen des Amazonasgebiets in der Nähe von Peru, die Ergebnisse gelten aber als übertragbar. AFP

Forscher identifizieren Caravaggio

Forscher der Universität Bologna haben die menschlichen Überreste des Barockmalers Caravaggio (1571–1610) identifiziert. Aufgrund von DNS-Analysen und Untersuchungen mit Hilfe der Kohlenstoffmethode hätten Knochen aus der Krypta eines Friedhofs in Porto Ercole in der Toskana dem Maler zugeordnet werden können, erklärte der Anthropologe Giorgio Gruppioni nach einem Bericht des „Corriere della Sera“. epd

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben