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Riesenratte in Osttimor entdeckt

Die Überreste einer riesigen Ratte haben australische Archäologen bei Ausgrabungen in Osttimor gefunden. Insgesamt seien 13 verschiedene Nagetiere gefunden worden, berichtete Ken Aplin von der australischen Wissenschaftsbehörde. Die Ratten hätten vor 1000 bis 2000 Jahren gelebt und seien durch menschliche Landwirtschaft ausgerottet worden. Aplin betonte, wie wichtig die Erhaltung von Nagetieren im Kampf für die Artenvielfalt sei. „Rattenschutz ist schwer zu verkaufen“, dennoch sei auch ihre Erhaltung wichtig. „Nager machen 40 Prozent der Säugetierarten weltweit aus und sind Schlüsselelemente in den Ökosystemen, sie sind wichtig bei der Erhaltung der Böden und der Verteilung von Samen“, sagte der Forscher. Die größten lebenden Ratten wurden bislang in Papua-Neuguinea und auf den Philippinen gesichtet, sie wiegen rund zwei Kilogramm. AFP

Sonnensegler lenkt mit Licht

Raumfahrzeuge können sich vom Sonnenlicht nicht nur anschieben lassen, sondern auch damit steuern. Wie das funktioniert, hat der japanische Sonnensegler „Ikaros“ erstmals demonstriert. Indem eine Hälfte des Sonnensegels zeitweise verdunkelt wurde, veränderte die Sonde ihre Lage im Raum. Aufgrund der geringen Kräften, die auf die Segelfläche wirken, erfolgte die Lageänderung sehr langsam, berichtet die Weltraumbehörde Jaxa. Binnen 24 Stunden kippte die Drehachse von Ikaros um nur 0,2 Grad. Der Vorzug dieser gemächlichen Methode sei, dass kein Treibstoff verbraucht werde und dass die hauchdünne Segelmembran nicht ins Flattern gerate. Ikaros war im Mai ins All gebracht worden. Seine Segelfläche ist mit dünnen Flüssigkristall-Kacheln besetzt, die wie ein Bildschirm mit LCD-Technik zwischen hell und dunkel wechseln können. JKM

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