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Millionenpreis für Jungforscher



18 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten in diesem Jahr den hochdotierten Sofja-Kovalevskaja-Preis, mit dem herausragende junge Forscher aus dem Ausland dauerhaft nach Deutschland geholt werden sollen. Fünf der Preisträger, die jeweils bis zu 1,65 Millionen Euro erhalten, werden an Einrichtungen in Berlin und Potsdam arbeiten. Das teilte die Alexander-von-Humboldt-Stiftung mit, die die von der Bundesregierung finanzierten Preise vergibt. Der aus Japan stammende Chemiker Shigeyoshi Inoue forscht an der Technischen Universität Berlin, der Pflanzengenetiker Andreas Möglich kommt aus Chicago an die Humboldt-Universität. Ebenfalls aus Chicago kommt der Paläozoologe Jörg Fröbisch an das Museum für Naturkunde in Berlin. Die Pflanzengenetikerin Isabel Bäurle (bisher Norwich, Großbritannien) wechselt an die Universität Potsdam. Ebenfalls nach Potsdam ans Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik kommt der russische Biotechnologe Dmitry Volodkin. Der Preis soll als Risikokapital für innovative Projekte eingesetzt werden. Die ausgezeichneten Wissenschaftler bauen an ihren neuen Instituten eigene Forschergruppen auf, das Preisgeld soll für insgesamt fünf Jahre reichen. Als einzige Forscher aus den Geistes- und Sozialwissenschaften wurden der Tibetologe Brandon Dotson (an die Uni München) sowie die Juristin Christiana Fountoulakis Mäsch (an die Uni Osnabrück) ausgewählt. Berlin ist mit drei Preisträgern vor München und Potsdam (je zwei Auszeichnungen) der erfolgreichste Standort in der aktuellen Vergaberunde. tiw

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