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Weit mehr Malariatote in Indien als bisher angenommen

In Indien sterben jedes Jahr etwa 205 000 Menschen unter 70 Jahren an Malaria. Das hat eine Studie von Medizinern aus Kanada und Indien ergeben. Die bisherigen Schätzungen der WHO gehen von etwa 15 000 Malariatoten aus, 5000 Kindern und 10 000 Erwachsenen. Diese Zahlen müssten nun nach oben korrigiert werden, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt „Lancet“. Auch die bisherige Schätzung für Malariatote weltweit müsse überarbeitet werden. Für die neue Studie untersuchten die Wissenschaftler 122 000 Todesfälle in zufällig ausgewählten Gegenden Indiens. Im Gespräch mit Angehörigen versuchten sie die Todesursache herauszufinden. 86 Prozent der so entdeckten Todesfälle durch Malaria hätten keine medizinische Versorgung erhalten, schreiben die Forscher. Darum seien sie in bisherigen Schätzungen auch nicht berücksichtigt worden. kkp

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