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Elf Prozent der Studierenden

mit ausländischen Wurzeln

Jeder zehnte Studierende in Deutschland hat ausländische Wurzeln. Auf dieses Ergebnis seiner jüngsten Sozialerhebung von 2009 machte das Deutsche Studentenwerk (DSW) zum Integrationsgipfel am gestrigen Mittwoch aufmerksam. „Es ist noch viel zu tun, damit an den Hochschulen Menschen mit Migrationshintergrund künftig so stark vertreten sind, wie es ihrem Anteil von fast einem Fünftel an der Gesamtbevölkerung entspricht“, erklärte DSW-Präsident Rolf Dobischat. Nach der Erhebung sind an den Hochschulen 174 000 Studenten ausländischer Herkunft. Ihr Anteil an der Gesamtzahl liegt bei elf Prozent. Auffallend viele kommen aus einkommensschwachen Familien: Der Anteil ist mit 34 Prozent fast dreimal so hoch wie bei den Studenten deutscher Herkunft. Viele von ihnen sind auf Bafög und Nebenjobs angewiesen. Dobischat sagte, das lasse einen Schluss gegen den derzeitigen Meinungs-Mainstream zu: „Jugendliche mit Migrationshintergrund aus ärmeren, bildungsfernen Verhältnissen, die es an die Hochschule schaffen, sind offenbar besonders ehrgeizig und bildungsorientiert.“ dpa

Die Universität Hamburg protestiert gegen Sparpläne

Die Universität Hamburg wehrt sich gegen geplante Sparvorgaben. Die Leistungsfähigkeit der Hochschule sei massiv gefährdet, erklärten Präsidium und Dekane am Mittwoch. Nach Senatsplänen soll die Uni 2,5 Millionen Euro einsparen. Erklärungen, nach denen lediglich die Verwaltung betroffen wäre, seien irreführend, hieß es. Gekürzt werden soll auch der Zuschuss an das Studierendenwerk, das würde zu Preissteigerungen in den Mensen und beim Semesterbeitrag führen. Zudem sollen nur noch 75 Prozent der verfügbaren Mittel aus Studiengebühren in die Lehre fließen. Denn die Verwaltungskosten für die Kreditvergabe an Studierende, die sich ihre Beiträge stunden lassen, sollen künftig aus dem Gebührentopf bezahlt werden. Tsp

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