NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Ein Drittel der Migrantenfamilien

liest täglich vor



In mehr als jeder dritten Migrantenfamilie gehört Vorlesen zum täglichen Ritual. Ähnlich wie bei deutschen Familien nehmen sich dazu vor allem die Mütter Zeit. In 17 Prozent der Familien greifen die Eltern oder Verwandte nie für den Nachwuchs zum Buch. Dies ergibt eine Studie der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung „Die Zeit“ und der Bahn, für die migrantische Familien befragt wurden. Laut Studie beeinflusst nicht nur der Bildungsstand, sondern auch die Herkunft das Vorleseverhalten. In Familien aus Osteuropa, den arabischen Ländern sowie Ex-Jugoslawien seien Vorlesen und Erzählen sehr verbreitet. Bei Familien aus der Türkei gebe es eine solche Tradition hingegen nicht. In einer Umfrage der Stiftung von 2007 unter deutschstämmigen Eltern waren ähnliche Werte herausgekommen. Einen Vergleich zwischen den Studien zu ziehen, sei aber fragwürdig, da dieses Mal der Familienbegriff weiter gefasst wurde, sagte eine Forscherin auf Anfrage. tiw

Generaldirektor verlässt

Berliner Naturkundemuseum

Der Generaldirektor des Berliner Naturkundemuseums, Reinhold Leinfelder, verlässt zum Jahresende das Museum. Das teilte die Senatswissenschaftsverwaltung mit. Leinfelder ist seit 2006 im Amt und war für eine weitere Amtsperiode von 2011 bis 2015 bestellt worden. Die Vertragsverhandlungen sollten bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Doch die Gespräche seien bisher nicht erfolgreich verlaufen, „obwohl Berlin bereit war, dabei bis an die Grenze des in Berlin Möglichen zu gehen“, heißt es in der Erklärung. Leinfelder wollte auf Anfrage gestern keine Stellung nehmen. tiw

Dresden wird Standort für UN-Uni

Dresden wird der deutschlandweit zweite Standort für die Universität der Vereinten Nationen. Das neue Institut soll sich mit einer Partnereinrichtung in Mosambik um die Themen Wasser, Boden und Abfall kümmern. Die Universität ist in 13 Ländern präsent. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben