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Aussetzung von Wehr- und Zivildienst: Bund will Ländern helfen

Der Bund will die Länder bei der Schaffung zehntausender neuer Studienplätze unterstützen, die durch die Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes benötigt werden. In einem Eilverfahren beschloss die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern, den bestehenden Hochschulpakt entsprechend aufzustocken. Bund und Länder gehen davon aus, dass 34 600 bis 59 000 zusätzliche Studienanfänger in den Jahren 2011 bis 2015 an die Hochschulen kommen. Wie hoch die Zahl tatsächlich sei, werde auch davon abhängen, wie viele Studenten in die Freiwilligendienste gehen, die der Bund stärken will, teilte die GWK mit. Für jeden Studienplatz wird mit Kosten von 26 000 Euro gerechnet, so dass die GWK für den Hochschulpakt einen Mehrbedarf von rund 0,9 bis 1,5 Milliarden Euro in den Jahren 2011 bis 2018 errechnet hat. Wie sich Bund und Länder die Kosten teilen, ist noch nicht entschieden. Die Länder fordern, der Bund solle als Verursacher der Problematik die gesamten Kosten tragen. Bundesbildungsministerin Schavan erklärte, die Studienanfänger würden auch im kommenden Jahr „gute Studienbedingungen und Studienchancen erhalten“. akü

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