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Historiker Ernst Engelberg tot

Der Historiker und Bismarck-Biograf Ernst Engelberg ist am Sonnabend im Alter von 101 Jahren in Berlin gestorben. Der 1909 im badischen Haslach geborene Verlegerssohn Engelberg gehörte zu den profiliertesten Historikern der DDR. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Biografien des Reichsgründers Otto von Bismarck. Das 1985 erschienene Werk „Bismarck. Urpreuße und Reichsgründer“ wurde gleichzeitig vom Siedler Verlag in Berlin (West) und dem ostdeutschen Akademie-Verlag herausgegeben. Als Kommunist musste Engelberg in der NS-Zeit in die Türkei emigrieren. Nach dem Krieg kehrte er nach Ostdeutschland zurück, lehrte zunächst in Potsdam und Leipzig und wurde 1969 Direktor am Institut für Deutsche Geschichte der DDR-Akademie der Wissenschaften. dpa

Hochschulverband will mehr Master-Studienplätze

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat Bund und Länder aufgefordert, mehr Master-Studiengänge zu schaffen und dafür den Hochschulpakt auszuweiten. „Die Verknappung an Master-Studienplätzen ist hausgemacht. Per Zielvereinbarungen zwingt die staatliche Hochschulpolitik die Hochschulen dazu, den Löwenanteil ihrer Ressourcen in die Bachelorprogramme zu investieren“, kritisierte Hochschulverbands-Präsident Bernhard Kempen am Montag. Nur für jeden dritten Bachelorabsolventen stehe heute ein Master-Studienplatz zur Verfügung, sagte Kempen. Umfragen bezeugten aber, dass drei von vier Bachelorabsolventen ein Masterstudium anstrebten. Dies führe zu der absurden Situation, dass selbst Absolventen mit guten Bachelor-Abschlussnoten vergeblich an das Einlasstor zum Masterstudium klopfen. Auch bestünden nach wie vor Zweifel an der Verwertbarkeit eines Bachelorabschlusses auf dem Arbeitsmarkt. Zwar werde der Bachelor per Gesetz als berufsqualifizierend bezeichnet. Eine Studie der Universität des Saarlandes habe jedoch gezeigt, dass Bachelorabsolventen häufig mit Praktikumsstellen oder Trainee-Positionen abgespeist würden. „Von einem Direkteinstieg in das Berufsleben kann beim Bachelor bislang nicht die Rede sein“, sagte Kempen. Vor diesem Hintergrund müsse der Master und nicht der Bachelor Regelabschluss der Hochschulen werden. dpa

Wissenschaftsrat kritisiert Forschungsinstitute von Bund und Ländern

Eine neue Studie des Wissenschaftsrats stellt einigen Forschungseinrichtungen von Bund und Ländern ein schlechtes Zeugnis aus, wie das Magazin „Zeit Wissen“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. In elf Einrichtungen wende das wissenschaftliche Personal höchstens zehn Prozent seiner Arbeitszeit für Forschungstätigkeiten auf. An drei Instituten wurden keinerlei Forschungsaufgaben wahrgenommen, wie etwa am Bundesinstitut für Sportwissenschaft, das dem Innenministerium unterstellt ist. An vielen Instituten werde nicht geforscht, sondern nur Forschung verwaltet, kritisiert der Wissenschaftsrat. Die Institute müssten sich künftig um mehr Transparenz und eine bessere Vernetzung bemühen. Tsp

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