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Neue Messmethode

für weiche Oberflächen

Chemnitzer Physiker haben nach eigenen Angaben eine neue Messmethode für Oberflächenstrukturen weicher Materialien entwickelt. Sie funktioniere ähnlich wie das Abtasten eines Handrückens, teilte die TU Chemnitz am Montag mit. Eine vibrierende Spitze berühre die Oberfläche wie ein Finger die Handoberfläche: Bei etwas mehr Druck gibt das weiche Gewebe unter der Haut nach und der Finger kann harte und weiche Stellen unter der Oberfläche ertasten, ohne sie zu beschädigen. Wird er zurückgezogen, nimmt das Gewebe des Handrückens wieder seine ursprüngliche Form an. Auch die Spitze des Rasterkraftmikroskops könne sich problemlos bis zu einem gewissen Punkt in die Oberfläche des Kunststoffes „einfühlen“, ohne sie dauerhaft zu verformen. Bisher nutzte man zum Messen weicher Oberflächen ebenfalls Rasterkraftmikroskopie im Tastmodus. Dabei drangen die Spitzen aber wenige Nanometer tief in die Oberfläche ein. Die Chemnitzer Methode sei dagegen zerstörungsfrei. dpa

Indische Rakete explodiert

kurz nach dem Start

Indiens Raumfahrtprogramm hat einen Rückschlag erlitten. Am Samstag explodierte kurz nach dem Abheben eine Rakete, die einen Nachrichtensatelliten ins All bringen sollte.  Der ursprünglich für den 20. Dezember geplante Start sei bereits verschoben worden, nachdem Ingenieure einen Defekt in einem aus Russland stammenden Antrieb entdeckt hätten, meldete die Nachrichtenagentur UNI. Im April war die erste in Indien hergestellte Rakete, die mit „kryogenen“, also sehr kalten, Treibstoffen betrieben wurde, kurz nach dem Start ins Meer gestürzt. Im Juli dann hatte eine indische Rakete erfolgreich fünf Satelliten ins All gebracht. Indien hat große Ambitionen: 2016 will das Land in die bemannte Raumfahrt einsteigen. dpa/AFP

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