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Gesundheitsminister hält am Staatsexamen für Ärzte fest

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) lehnt die Einführung des gestuften Studiensystems mit Bachelor und Master in der Medizinerausbildung weiter ab. „Der Bachelor soll per Definition ein erster berufsqualifizierender Abschluss sein, und das sehe ich in der Medizin in der Form nicht“, sagte er dem Hochschulmagazin „Unicum“. Mit dem jetzigen Staatsexamen hätten Medizinstudenten die beste Ausbildung und die besten Berufsaussichten, auch im europäischen Vergleich. „Da wir als Ministerium die Ausbildung bis zum Staatsexamen in der Hand haben, wird sich daran auch nichts ändern“, sagte Rösler. dpa

Hochschulverband: Noch mehr Studierende pro Professor

Die Zahl der Studierenden, die statistisch auf einen Universitätsprofessor kommen, wächst weiter. Das berichtet die Zeitschrift „Forschung und Lehre“ des Hochschulverbands unter Berufung auf Daten des Statistischen Bundesamtes. Die Zahl der Universitätsprofessuren habe sich im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr zwar leicht erhöht. Demnach lehrten 24 356 Professoren an deutschen Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen, also 438 mehr als im Jahr 2008. Das bedeute allerdings über den Zeitraum von zehn Jahren eine Stagnation (1999: 24 205 Professoren). Außerdem sei die Zahl der Studierenden gegenüber 2008 um 51 124 gestiegen. Im Schnitt kämen 59 Studierenden auf einen Hochschullehrer. Jahr 2007 waren es noch 57 Studierende. Tsp

Lungenkrebsrisiko nach Tuberkulose elfmal höher

Menschen mit Tuberkulose erkranken häufiger an Lungenkrebs als Gesunde. Eine umfangreiche taiwanesische Studie fand ein 10,9-fach höheres Risiko, wie das „Journal of Thoracic Oncology“ der internationalen Vereinigung zum Studium von Lungenkrebs (IASLC) in seiner Januarausgabe berichtete. Die Studie der China Medical University in Taichung liefere „überzeugende Beweise“. Die Forscher hatten Daten von einer Million Patienten im Gesundheitsprogramm des Landes ausgewertet. Sie identifizierten 4480 Patienten über 20 Jahre, bei denen zwischen 1998 und 2000 Tuberkulose diagnostiziert worden war. Zur zweiten Untersuchungsgruppe gehörten 712 392 Patienten ohne Tuberkulose. Kein Teilnehmer litt zu Beginn der Studie unter Krebs. Beide Gruppen wurden von 2001 bis 2007 weiter untersucht. Mehr als zwei Milliarden Menschen sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Tuberkulosebakterien infiziert. dpa

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