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Genom des Orang-Utans entziffert



Das Orang-Utan-Erbgut ist entziffert. Es sei zu 97 Prozent mit dem des Menschen identisch, berichtet ein internationales Forscherteam. Mensch und Schimpanse teilen 99 Prozent ihres Genoms. Das Erbgut der Orang-Utans habe sich in den vergangenen Jahrmillionen viel langsamer verändert als das anderer Menschenaffen und der Menschen, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature“ (Band 469, Seite 529). Der Orang-Utan ist entwicklungsgeschichtlich unter den Menschenaffen der am weitesten entfernte Verwandte des Menschen. Ihre gemeinsame Evolution endete bereits vor 12 bis 16 Millionen Jahren. Die Wege von Schimpanse und Mensch trennten sich erst vor 4,5 bis 6 Millionen Jahren. Devin Locke von der Washington-Universität in Saint Louis (US-Staat Missouri) hatte gemeinsam mit mehr als 100 Wissenschaftlern von 31 Instituten zunächst das Erbgut eines Weibchens namens Susie von der Sumatra-Orang-Utan- Art (Pongo abelii) untersucht. Mit diesem Referenzgenom analysierten sie anschließend das Erbgut von fünf Sumatra-Orang-Utans sowie fünf Borneo-Orang-Utans (Pongo pygmaeus). dpa

„Hubble“ erspäht fernste Galaxie

Mit dem „Hubble“-Weltraumteleskop haben Astronomen einen Kandidaten für die bislang fernste Galaxie im Kosmos aufgespürt. Die Sterneninsel ist so weit entfernt, dass ihr Licht 13,2 Milliarden Jahre zu uns unterwegs war, wie ein Astronomenteam im Fachjournal „Nature“ berichtet. Das ist fast so lang wie das gesamte Alter des Universums. Das Licht ist nur 480 Millionen Jahre nach dem Urknall gestartet. Die ferne Galaxie muss damit – wenn sich ihre Entdeckung bestätigt – eine der ersten gewesen sein. „Wir kommen den ersten Galaxien sehr nahe, von denen wir annehmen, dass sie sich 200 bis 300 Millionen Jahre nach dem Urknall geformt haben“, erläuterte Garth Illingworth von der Universität von Kalifornien in Santa Cruz. „Dieses Ergebnis ist an der Grenze unserer Möglichkeiten, aber wir haben Monate investiert, es zu überprüfen, daher sind wir ziemlich sicher.“ Die Astronomen waren auf den Galaxien-Kandidaten im „Hubble“ Ultra Deep Field gestoßen. Das ist die Langzeitbelichtung eines sternenleeren Himmelsbereichs durch das Weltraumteleskop. Eine Belichtungszeit von 87 Stunden enthüllte hunderte ferne Galaxien in einem Ausschnitt, der von uns aus gesehen nur ein Zehntel so groß ist wie der Mond. Erst im Oktober 2010 hatte die Europäische Südsternwarte gemeldet, eine Galaxie in 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung gesichtet zu haben. dpa

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