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Unbemannter Frachter bringt Cottbuser Experiment zur ISS

Heute Abend um 23.10 Uhr (MEZ) soll das europäische Versorgungsschiff „Johannes Kepler“ an Bord einer Ariane-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana abheben. Acht Tage nach dem Start wird es automatisch am russischen Teil der Internationalen Raumstation ISS andocken und dort bis Mitte Juni bleiben. Danach soll Kepler mit Stationsmüll beladen ablegen und über dem Südpazifik verglühen. An Bord des unbemannten Frachters befinden sich Nahrungsmittel, Treibstoff und neue Experimente für die Forschung auf der ISS. Dazu gehört auch der Versuch „Geoflow“ von Wissenschaftlern der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU). Es soll Strömungen von Flüssigkeiten im Erdinnern simulieren. Da auf den Planeten Erde von außen kaum Anziehungskräfte wirken, müssen die Forscher ihre Versuche in der Schwerelosigkeit vornehmen, um vergleichbare Resultate zu erzielen. Dazu nutzten sie bereits 2008 das Experiment „Geoflow I“. Nun folgt der verbesserte Nachfolger „Geoflow II“. Das Modell besteht aus einem nachgebildeten Erdball, der unter elektrischer Hochspannung steht. Die künstliche Mini-Erde enthält eine weitere Kugel, die beheizt und somit wie der Erdkern sehr heiß wird, erläutert Christoph Egbers von der BTU. Zwischen beiden Kugeln befindet sich eine „honigartige“ Flüssigkeit. Sie soll das Magma, also das geschmolzene Gestein, im Erdinnern darstellen. dpa/dapd

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