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Deutschland gibt Tsunami-Warnsystem an Indonesien



Das in Deutschland entwickelte Tsunami-Frühwarnsystem für Indonesien ist seit Dienstag voll in indonesischer Hand. Die deutschen Partner haben das „Gitews“-Projekt in Jakarta feierlich übergeben. Der Betrieb geht in alleinige indonesische Verantwortung über. Das System besteht aus Erdbebenmessstationen, Küstenpegeln, GPS-Ozeanbojen und auf dem Meeresboden verankerten Druckmessgeräten. Es war nach dem Tsunami Weihnachten 2004 als Beitrag Deutschlands zum Wiederaufbau entwickelt worden. Damals kamen allein auf der indonesischen Insel Sumatra mehr als 170 000 Menschen ums Leben. Federführend war das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam. Die Mittel in Höhe von 55 Millionen Euro stellte die Bundesregierung. Mit dem Warnsystem trage Deutschland dazu bei, dass die Menschen in den Küstenregionen besser geschützt werden können, sagte Wissenschafts-Staatssekretär Thomas Rachel bei der Übergabe. Eine Testversion des Warnsystems war seit 2008 im Einsatz und hat sich nach Angaben von Rachel bewährt. Zehn Tsunamis seien erfasst worden, auch der an der japanischen Küste. dpa

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