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70 Millionen Jahre altes Bindegewebe



Fossilien sind nicht bloß steinerne Abdrücke vergangener Lebewesen – mitunter enthalten sie auch etwas von deren organischer Substanz. Belege für diese Ansicht haben schwedische und amerikanische Forscher gefunden. Im Knochen eines kreidezeitlichen Reptils fanden sie bindegewebsähnliche Strukturen mit dem Protein Kollagen als vermutlichem Hauptbestandteil. Bereits früher hatte es Berichte über Proteine und andere organische Moleküle in Versteinerungen gegeben. „Die Frage, ob viele Millionen Jahre alte Fossilien ursprüngliche organische Bestandteile enthalten, ist nach wie vor umstritten“, schreiben die Forscher um Johan Lindgren und Per Uvdal von der Universität Lund im Fachblatt „Plos one“. Die Resultate bestätigten die früheren Funde umso klarer, als sie mit anderen Methoden gewonnen worden seien. Während frühere Studien an Dinosaurierknochen erfolgten, stammt der jetzt untersuchte Oberarmknochen von einem Mosasaurier, einem Meeresreptil. Die Forscher zerschnitten den Knochen und legten die Stücke in schwache Säure ein, um die mineralischen Bestandteile aufzulösen. In dem Rückstand fanden sie röhrenförmige Gebilde sowie Fasern, die an Blutgefäße und Bindegewebsfasern in modernen Knochen erinnern. JKM

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