NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Tauben verschwenden

beim Fliegen viel Energie

Das Fliegen im Schwarm ist für Tauben anstrengender als bisher gedacht. Denn umgeben von vielen anderen Vögeln schlagen sie deutlich häufiger mit ihren Flügeln als im Alleinflug. Im Unterschied zu Zugvögeln nutzen sie nicht die aerodynamischen Vorteile wie Windschatten oder zusätzlicher Auftrieb in wohl geordnetem Formationsflug. Zu diesem Ergebnis kommen britische Wissenschaftler, die das Flugverhalten von 18 Tauben mit Hilfe von GPS-Positionssendern und Bewegungssensoren analysierten. Ungeordnete Taubenschwärme unterscheiden sich damit grundlegend von strukturierten Flugformationen, schreiben sie im Fachblatt „Nature“. Wildgänse zum Beispiel nutzen eine V-Anordnung. Durch geschickt genutzte Luftströmungen entsteht zusätzlicher Auftrieb, der den Kraftaufwand mindestens halbiert. wsa

Große Saurier waren so warm

wie die Säugetiere

Die Körpertemperatur zweier großer, pflanzenfressender Saurierarten war mit 36 bis 38 Grad Celsius so groß wie die heutiger Säugetiere. Das berichtet ein internationales Forscherteam in der Online-Ausgabe des Fachjournals „Science“. Als Thermometer diente den Paläontologen der Zahnschmelz der Urzeitechsen. Dieser enthält Carbonat, eine Verbindung, die Kohlenstoff und Sauerstoff enthält. Beide Elemente kommen auch in einer schwereren Variante vor, den Isotopen C-13 und O-18. Je wärmer es bei der Bildung des Zahnschmelzes war, desto seltener gingen diese beiden schwereren Isotope eine Bindung ein. „Diesen Zusammenhang nutzen wir für das Thermometer, mit dem wir die Körpertemperatur auf zwei Grad genau bestimmen können“, sagt Thomas Tütken von der Uni Bonn. Die Frage, ob Saurier ihre Temperatur konstant hielten wie Säugetiere oder auf Wärme von außen angewiesen waren, sei damit aber noch nicht endgültig beantwortet, betonen die Forscher. dpa

Salzwasser-Reservoir auf dem Saturnmond Enceladus entdeckt

Unter der Oberfläche des Saturnmondes Enceladus verbirgt sich ein großes Reservoir aus salzhaltigem, flüssigem Wasser. Das zeigen Messungen der amerikanischen Raumsonde „Cassini“, die mehrfach in niedriger Höhe über die Oberfläche des Himmelskörpers hinweggeflogen ist. Auswertungen einer dieser Vorbeiflüge, die Forscher jetzt im Fachblatt „Nature“ präsentieren, zeigen einen hohen Anteil von salzhaltigen Partikeln in Eisfontänen am Südpol von Enceladus. Die Wissenschaftler sehen dafür nur eine stichhaltige Erklärung: ein Salzwasser-Reservoir, das die Fontänen speist. wsa

Poetik-Vorlesung

mit Eugen Gomringer

Der Autor Eugen Gomringer hält am heutigen Freitag die Poetik Vorlesung 2011 an der Berliner Alice-Salomon-Hochschule (ASH). Er gibt Einblicke in seine literarische Arbeitsweise und wird erklären, wie konkrete Poesie entsteht. 18 bis 20 Uhr im Audimax der ASH, Alice-Salomon-Platz 5 in Hellersdorf. tiw

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