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Näher am Pol, größere Augen

Indem der Mensch in die gemäßigten Zonen und polnahen Gebiete der Erde vorstieß, wurden seine Augen größer. Das haben englische Forscher bei der Vermessung von Schädeln aus unterschiedlichen Teilen der Welt ermittelt. Ihrer Ansicht nach handelt es sich um eine Anpassung an die abnehmende Helligkeit und Tageslänge. „Je weiter man sich vom Äquator entfernt, umso weniger Licht gibt es“, erläutert Eiluned Pearce von der Universität Oxford. Größere Augen konterten diesen Umstand mit ihrer gesteigerten Lichtempfindlichkeit ohne gleichzeitige Einbußen bei der Sehschärfe. „Und auch das Gehirn musste größer werden, um den zusätzlichen Signaleingang im Sehsystem bewältigen zu können“, sagt die Anthropologin. Das bedeute jedoch nicht, dass Menschen in höheren Breiten intelligenter seien. JKM

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