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Russischem Permafrost-Gebiet

droht gravierende Schmelze

Das russische Permafrost-Gebiet droht sich nach Behördeneinschätzung in den kommenden Jahrzehnten drastisch zu verkleinern. Bis in die Jahre 2036 bis 2041 könnte das Permafrost-Gebiet um zehn bis 18 Prozent schrumpfen, sagte der Chef des Zentrums zur Bekämpfung von Naturkatastrophen im russischen Katastrophenschutzministerium, Wladislaw Bolow, der Nachrichtenagentur „RIA Nowosti“. Bis 2050 sei ein Rückgang von 15 bis 30 Prozent möglich. Die Grenze des Permafrost-Gebietes werde sich dann um 150 bis 200 Kilometer in den Nordosten verschieben. In den vergangenen Jahren seien die Temperaturen in Sibirien um 1,5 bis 2 Grad Celsius auf minus vier bis minus drei Grad gestiegen. Wenn in diesen Gebieten nicht mehr dauerhaft Frost herrsche, könnte das schlimme Folgen für die Infrastruktur haben, warnte Bolow. So könnten Eisenbahnschienen und Straßen sowie Gas- und Ölpipelines beschädigt oder zerstört werden. Derzeit macht die Permafrost-Zone 63 Prozent des russischen Territoriums aus. In diesem Gebiet befinden sich mehr als 80 Prozent der Erdölreserven und rund 70 Prozent der Gasvorkommen. Eine weitere Folge der Eisschmelze im Permafrost-Gebiet wäre die Freisetzung von Methangas, die die Erderwärmung weiter vorantreibt.AFP

Besuch im Potsdamer Lepsius-Haus nur noch mit Anmeldung

Wegen Personalmangels musste das Potsdamer Lepsius-Haus seine zur Eröffnung im Mai angekündigten Öffnungszeiten absagen. Das ehemalige Wohnhaus des Theologen Johannes Lepsius, in dem der Völkermord an den Armeniern dokumentiert und erforscht wird, könne nur noch nach Anmeldung unter der Telefonnummer 0176-76527624 oder per E-Mail (info@lepsiushaus-potsdam.de) besichtigt werden, teilte die Gedenkstätte jetzt mit. Lepsius gründete das Armenische Hilfswerk und verbreitete 1916 einen „Bericht über die Lage des armenischen Volkes in der Türkei“ von Potsdam aus. -ry

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