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Weltweit gibt es 8,7 Millionen Arten

Rund 8,7 Millionen Arten leben auf der Erde. Das berichten amerikanische und britische Forscher im Fachjournal „Plos Biology“. Bisherige Schätzungen zur globalen Artenvielfalt gehen weit auseinander: Experten sehen die Zahl zwischen 3 und 100 Millionen. Mit einer neuen Analysetechnik sei es ihnen gelungen, die Spanne stark einzugrenzen, schreiben Camilo Mora von der Universität Hawaii und Kollegen. Sie nahmen das Wissen über Stamm und Klasse als Basis und schlossen daraus auf die Artenzahl. Dabei analysierten sie gut erforschte Stämme und folgerten daraus auf die Artenzahl von weniger bekannten. So kamen sie auf 8,7 Millionen – plus/minus 1,3 Millionen. Die Analyse umfasst nur Lebewesen, die einen Zellkern haben, also keine Bakterien. Nach Ansicht der Forscher kennt der Mensch bislang nur einen Bruchteil der Vielfalt: 86 Prozent aller an Land und 91 Prozent der in den Ozeanen lebenden Arten seien noch nicht erfasst. dpa

Im Universum entstehen

immer weniger Sterne

Vor drei bis fünf Milliarden Jahren enthielten Galaxien erheblich mehr molekularen Wasserstoff als im heutigen Kosmos. Das zeigen radioastronomische Beobachtungen eines Forscherteams um Robert Braun von der australischen Wissenschaftsorganisation CSIRO. Die abnehmende Menge an Gas in den Galaxien liefert eine Erklärung dafür, warum die Sternentstehungsrate im Verlauf der kosmischen Geschichte abgenommen hat, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“. Ursache für diese Entwicklung sei die beschleunigte Expansion des Universums, die den Zustrom von neuem Gas behindere. Durch die Sternentstehung wird der „molekulare Wasserstoff in den Galaxien mit der Zeit verbraucht“, erläutert Braun. Zwar geben Sterne später einen Teil des Gases wieder ins Weltall ab. „Doch 70 Prozent bleiben in Form von Weißen Zwergen, Neutronensternen und Planeten gebunden“, sagt Braun. Entscheidend für die Sternentstehung sei deshalb der Zustrom neuen Gases aus dem Raum zwischen den Galaxien. In diesem intergalaktischen Medium befinden sich heute noch rund zwei Drittel des Wasserstoffs. kay

Kraftwerk in der Schuhsohle

Mit Strom aus der Schuhsohle sollen Laptops und Handys bis zu zehn Mal länger arbeiten als heute. Dieses Ziel könnte dank eines Minikraftwerks erreicht werden, in dem winzige Tropfen bei jedem Schritt durch winzige, nanostrukturierte Kanäle bewegt werden. Dabei entstehen elektrische Felder, die Spannungen von einigen Volt bei bis zu 20 Watt Leistung liefern, berichten amerikanische Forscher, die ihren Prototyp in „Nature Communications“ vorstellen. Bisherige Minikraftwerke, welche die menschlichen Bewegungen ausnutzen, erzielten nur Ströme im Milliwatt-Bereich. wsa

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