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Neue Funde im Harz: Älteste Familie der

Welt größer als bisher bekannt



Die älteste nachgewiesene Großfamilie der Welt hat noch mehr Vorfahren als bislang gedacht. Wissenschaftler hatten mit Hilfe genetischer Untersuchungen bereits nachgewiesen, dass noch heute Nachkommen dieser vor 3000 Jahren gestorbenen und dann in der Lichtensteinhöhle bestatteten Menschen in der Gegend um den niedersächsischen Ort Bad Grund leben. Bei neuen Grabungen in der Lichtensteinhöhle im Harz wurden die Überreste weiterer Menschen aus der Bronzezeit entdeckt. Wie die Leiterin des Höhlenerlebniszentrums Bad Grund, Ortrud Krause, mitteilte, seien nach den neuesten Erkenntnissen insgesamt etwa 60 Menschen in der Höhle niedergelegt worden. Details sollen Mitte September bekanntgegeben werden. dpa

Heutiger Pesterreger verursachte Schwarzen Tod im Mittelalter

Das heute als Pesterreger bekannte Bakterium Yersinia pestis ist wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge auch für den Schwarzen Tod im Mittelalter ursächlich, der damals ein Drittel der europäischen Bevölkerung dahinraffte. Ein Forscherteam unter Beteiligung der Universität Tübingen und der McMaster-Universität in Kanada untersuchte für die Studie mehr als 100 Skelette aus einem Massengrab in London, wo Opfer der mittelalterlichen Pandemie verscharrt waren. Mittels genetischen Analysen gelang es dem Team nach eigenen Angaben, das Erbgut des Erregers zu entschlüsseln und mit der heutigen Form zu vergleichen. Auch wenn der Erreger heute in einer deutlich abgeschwächten Form existiere, gebe es „keinen Zweifel“ daran, dass Yersinia pestis für den Schwarzen Tod verantwortlich sei, sagte Johannes Krause von der Uni Tübingen, einer der Hauptautoren der Studie. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt „PNAS“ veröffentlicht. AFP

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